Ständige Bauchschmerzen, Juckreiz, Allergie? - Histaminintoleranz oder Empfindlichkeit als mögliche Ursache
- Tímea - Vitalzone Tirol

- 28. Apr. 2023
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Feb.

Wiederkehrende Beschwerden wie juckende Haut, Allergie (meist gegen Pollen), Atemprobleme oder Bauchschmerzen werden häufig isoliert betrachtet – und symptomatisch behandelt. Antihistaminika, Tropfen oder Sprays können kurzfristig Erleichterung verschaffen.
Doch selten wird gefragt, warum der Körper überhaupt so viel Histamin (wogegen man eigentlich ANTIhistamika bekommt) freisetzt oder warum der Abbau nicht ausreichend funktioniert.
Was erwartet dich in diesem Artikel?

Was ist Histamin?
Der Begriff „Histamin“ stammt vom griechischen Wort hístos (Gewebe) ab. Chemisch entsteht es aus der Aminosäure Histidin durch das Enzym Histidin-Decarboxylase – unter Beteiligung von Vitamin B6.
Histamin ist kein schädlicher Stoff. Es ist ein lebenswichtiger Botenstoff und beeinflusst unter anderem:
Entzündungsbereitschaft der Haut
Kontraktion der Bronchien
Gefäßregulation
Herzfrequenz
Verdauungsprozesse
Funktionen des zentralen Nervensystems
Histamin wird ständig produziert und wieder abgebaut. In einem gesunden System bleibt es im Gleichgewicht. Problematisch wird es erst dann, wenn:
zu viel Histamin vorhanden ist
oder der Abbau gestört ist
Histaminempfindlichkeit oder Histaminintoleranz
Im Alltag werden diese Begriffe häufig vermischt. Teilweise wird sogar von einer „Histaminallergie“ gesprochen.Streng genommen handelt es sich dabei jedoch nicht um eine klassische IgE-vermittelte Allergie, sondern um eine Reaktionsstörung im Zusammenhang mit Histamin.
Trotzdem beschreiben Histaminempfindlichkeit und Histaminintoleranz unterschiedliche Situationen:
Histaminempfindlichkeit bedeutet, dass der Körper sensibler auf Histamin reagiert – sei es aus Lebensmitteln oder aus körpereigener Produktion. Symptome können auftreten, obwohl der Histaminabbau grundsätzlich funktioniert.
Histaminintoleranz gilt definitionsgemäß als erworbene Stoffwechselstörung. Dabei ist der Abbau von Histamin – meist durch verminderte Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO) – eingeschränkt. Es kommt zu einer Anreicherung von Histamin, weil die körpereigenen Abbauprozesse nicht ausreichend greifen.
Beide Zustände können ähnliche Beschwerden verursachen. Der zugrunde liegende Mechanismus – und damit auch der therapeutische Ansatz – unterscheidet sich jedoch.
Die Rolle von Histamin im Körper
Histamin wirkt wie ein Alarmsignal und erfüllt zahlreiche Aufgaben:
Es spielt eine zentrale Rolle im Immunsystem, indem es viele immunologische Prozesse reguliert.
Es hilft, die Entzündungsbereitschaft der Hautzellen zu steigern.
Es ist der Auslöser für viele allergische Reaktionen, wenn unser Körper auf eine vermeintliche Bedrohung reagiert.
Es stimuliert die Magensekretion, was für eine effiziente Verdauung wichtig ist.
Es beeinflusst die Kontraktion der glatten Muskulatur im Darm, in den Bronchien und der Gebärmutter.
Es verengt die kleinen Venenwände und erweitert gleichzeitig die Arterienwände – eine wichtige Funktion bei der Blutzirkulation.
Es reguliert viele Stoffwechselprozesse, die unseren Körper im Gleichgewicht halten.
Es wirkt auf unser zentrales Nervensystem, steigert unsere Wachsamkeit, Konzentration sowie Hunger- und Durstgefühle.
Es sorgt für die Ausschüttung von Östrogen in den Eierstöcken.
Es unterstützt den wichtigen Prozess der Einnistung der Eizelle.
Es steigert unsere Herzfrequenz und -leistung, um uns bei körperlicher Aktivität zu unterstützen.
Wir brauchen Histamin. Aber wir brauchen es reguliert.
Wie gelangt Histamin in den Körper?
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Histamin in unserem Körper produziert wird:
Unser Körper stellt es selbst her - endogenes Histamin
Wir führen es uns über die Nahrung zu - exogenes Histamin
Endogene Histaminproduktion:
Der Hauptort der Histaminproduktion sind die Mastzellen (Mastozyten), aber auch andere Zellen im Körper können Histamin herstellen. Unser Körper speichert dieses Histamin, um im Fall einer Bedrohung – sei es durch Krankheit oder Stress – schnell darauf zugreifen zu können. Histamin ist also immer bereit, uns zu warnen, wenn etwas nicht stimmt.
Mögliche Auslöser für eine verstärkte Freisetzung:
Infektion (bakteriell/viral)
Stresssituationen (bakterielle/virale/physische/geistige/emotionale)
verschiedene Stiche (Brennnessel, Biene, Wespe, Mücke)
Exogene Histaminproduktion:
Neben der endogenen Produktion nehmen wir auch Histamin über die Nahrung auf. Viele Lebensmittel, die wir als gesund ansehen, können Histamin enthalten oder die Histaminfreisetzung fördern. Diese Lebensmittel sind zwar an sich nicht schlecht, aber bei einer Histaminempfindlichkeit können sie unerwünschte Reaktionen hervorrufen.
Typische Beispiele (je nach individueller Reaktion):
Tomaten
Avocados
Zitrusfrüchte
fermentierte Lebensmittel
länger gelagerte oder aufgewärmte Speisen. Hier spielt Frische eine entscheidende Rolle.

Typische Symptome einer erhöhten Histaminbelastung
Die Empfindlichkeit variiert von Person zu Person – manche reagieren auf alle histaminhaltigen Lebensmittel, während andere nur auf bestimmte mit hohem Histamingehalt empfindlich sind.
Histamin wirkt systemisch – deshalb können sehr unterschiedliche Beschwerden auftreten.
Verdauungsbeschwerden
Magenkrämpfe, Reizdarmsyndrom
Übelkeit, Erbrechen
Blähungen
Reflux (saurer Rückfluss)
Durchfall (seltener Verstopfung)
vermehrter Speichelfluss
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann die Histaminbelastung zusätzlich eine Rolle spielen.
Hautprobleme
Nesselsucht
Ekzeme
Neurodermitis
lokale Ödeme
Herz-Kreislauf-Symptome:
Herzklopfen
Blutdruckschwankungen
Schwindel
Ohnmacht
Psychische Symptome:
Angstzustände
Panik
Depersonalisation
innere Unruhe
Allergische und immunologische Symptome:
Pollenallergie
Halsschmerzen, Husten, häufiges Räuspern
Verstopfte Nase, Fließschnupfen, Nasenpolypen, chronische Nasennebenhöhlenentzündung
Bronchialasthma (ausgelöst durch Pollen, Tierhaare, Schimmelpilze oder nach dem Verzehr von Wein, Käse oder Thunfisch)
Einige Fälle von Arzneimittelallergien
In seltenen Fällen kann eine massive Histaminfreisetzung im Rahmen schwerer Reaktionen auch kreislaufrelevant werden – bei akuten Notfallzeichen ist medizinische Hilfe erforderlich.
Gynäkologische Symptome:
Menstruationsbeschwerden
Krämpfe
Andere Symptome:
Histamin kann sich auf viele weitere Bereiche des Körpers auswirken:
Kopfschmerzen, Migräne
Schwellungen im Bereich der Augenlider

DAO und HNMT - Die Enzyme des Histaminabbaus
Um zu verhindern, dass zu viel Histamin Symptome oder sogar Krankheiten verursacht, muss unser Körper den Histaminspiegel in Schach halten. Er verfügt über zwei zentrale Enzyme: die Diaminoxidase (DAO) und die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT).
Das Enzym Diaminoxidase (DAO)
Produktion: vor allem im Dünndarm (etwa 80-90 %)
Benötigte Mikronährstoffe: Vitamin C, Vitamin B6, Kupfer, Mangan
Histamin-N-Methyltransferase (HNMT)
Produktion: zentrales Nervensystem
Benötigte Mikronährstoffe: Vitamin B12, Folsäure, Magnesium, Zink
Diese beiden Enzyme sorgen dafür, dass das Histamin schnell und effizient abgebaut wird. Doch manchmal geraten auch sie an ihre Grenzen. Wenn zum Beispiel die Darmwand entzündet ist oder Mikronährstoffe fehlen, kann der Körper nicht genug von diesen Enzymen produzieren. Das bedeutet, der Histaminabbau funktioniert nicht richtig, und die Symptome machen sich bemerkbar.
Mögliche Ursachen eines Ungleichgewichts
Histaminempfindlichkeit ist meist kein isoliertes Problem und keine Krankheit im klassischen Sinne. Es ist ein Symptom, das uns zeigt, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Dieses Ungleichgewicht kann dazu führen, dass der Körper nicht mehr richtig funktioniert und wir mit unangenehmen Symptomen konfrontiert werden.
Schlechte Magenfunktion: Wenn der Magen nicht richtig arbeitet, kann das den gesamten Verdauungsprozess stören und Histaminreaktionen verstärken.
Entzündungen im Körper: Chronische Entzündungen schwächen das Immunsystem und können die Histaminproduktion in die Höhe treiben.
Schlechte Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung kann den Körper belasten und die Fähigkeit, Histamin abzubauen, beeinträchtigen.
Mikronährstoffmangel: Besonders Mängel an Vitamin B12, Vitamin D, Folsäure und Magnesium können zu einer schlechten Histaminverarbeitung führen.
Immunologische Probleme: Wenn das Immunsystem aus dem Gleichgewicht ist, reagiert der Körper möglicherweise überempfindlich auf Histamin.
Endokrine (hormonelle) Probleme: Auch hormonelle Störungen können die Histaminregulation stören und zu empfindlicheren Reaktionen führen.
Histamin ist oft ein Hinweis darauf, dass das Regulationssystem Unterstützung braucht.

Lebensmittel richtig einordnen
Histaminhaltige Lebensmittel
Histamin kommt in vielen Lebensmitteln vor – vor allem dann, wenn sie gereift, fermentiert oder lange gelagert wurden. Die Verträglichkeit ist individuell – entscheidend sind Frische, Lagerung und die persönliche Reaktionsschwelle.
Käse und fermentierte Milchprodukte (besonders Rohmilch und lange gereifte Käsesorten wie Parmesan oder Cheddar)
Rotwein, Champagner, Weißwein, Bier (Alkohol blockiert das Enzym DAO, das Histamin abbaut, und verstärkt somit die Symptome)
Getrockneter, gereifter, geräucherter oder konservierter Fisch (z. B. Thunfisch, Makrele, Sardinen, Hering, Lachs)
Meeresfrüchte (besonders nach längerem Transport und Lagerung)
Verarbeitetes Fleisch (z. B. Salami, Schinken, Wurst, Speck)
Sauerkraut, Essiggurken und andere eingelegte Lebensmittel
Weinessig, Balsamico-Essig
Bestimmte Käsesorten (z. B. Emental, Camembert, Roquefort, Gouda, Cheddar, Schimmelkäse)
Senf, Ketchup, Sojasauce
Schokolade, Kakao, Kaffee, schwarzer Tee
Mit Hefe hergestelltes Brot und Gebäck
Nüsse, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne
Histaminfreisetzende Lebensmittel
Es gibt auch Lebensmittel, die unseren Mastzellen dazu anregen, mehr Histamin zu produzieren. Diese können ebenfalls Symptome auslösen, selbst wenn sie nicht direkt viel Histamin enthalten:
Bestimmte Gemüse: Tomaten, Spinat, Auberginen, Avocados, Erbsen, Linsen, Bohnen
Beeren: Erdbeeren, Himbeeren
Früchte: Bananen, Papayas, Kiwis, Ananas, Mangos, Grapefruit, Mandarinen, Birnen
Acetaldehyd (ein Abbauprodukt von Alkohol) kann die Histaminfreisetzung anregen, was zu Hitzewallungen führen kann, besonders bei Menschen, die weniger Acetaldehyd-Dehydrogenase-Enzyme haben (z. B. viele Asiaten oder Frauen).
Andere: Äpfel, Erdnüsse, Karotten, Soja, Kiwi, Feigen, Sellerie, Kamille, Sonnenblumen, Anis, Dill, Fenchel, Koriander, Kümmel, Petersilie

Gut verträgliche Lebensmittel (individuell variabel)
Es gibt viele Lebensmittel, die man auch bei einer Histaminempfindlichkeit in den meisten Fällen bedenkenlos genießen kann. Die Verträglichkeit ist individuell – diese Auswahl dient als Orientierung und ersetzt keine persönliche Beobachtung.
Getreide: Dinkel-, Roggenmehl und daraus hergestellte Produkte (es empfiehlt sich, nicht haltbare, hefefreie Backwaren zu wählen), Puffreis und Weizenflocken, Gerstenpaste, Roggen-, Hafer- und Gerstenflocken (braun) Reis, Mais, Reis, Hafermehl und daraus hergestellte Produkte (z. B. Reisnudeln) Bulgur, Hirse, Quinoa, Couscous
Milchprodukte: ungereifte Käsesorten (Mozzarella, Ricotta, Mascarpone, Feta), frischer Hüttenkäse, Butter, Sahne, saure Sahne, fermentierte Milchprodukte (in kleinen Mengen), Reis-, Hafer-, Mandel- und Kokosmilch
Eier: Eigelb
Fleischerzeugnisse: nur frische oder vakuumverpackte Fleischprodukte
Fisch: frischer oder gefrorener Fisch
Öle: vielseitig verwendbar: Olivenöl, Rapsöl, Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Mohnöl, Margarine
Gemüse: frisches, unversehrtes Gemüse (außer solchen, die Probleme verursachen): Salat, Karotten, Rote Bete, Petersilienwurzel, Pastinaken, Kartoffeln, Kohlrabi, Sellerie, Knollensellerie, Gurken, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Spargel, Radieschen, grüne Paprika, Artischocken usw.
Obst: frisches, ganzes Obst: Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen, Sauerkirschen, Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Weintrauben, Melonen, Wassermelonen (kleine Mengen), Kastanien, Kokosnuss, Kokosflocken, Kokosmehl, konservierungsmittelfreie Rosinen und andere Trockenfrüchte
Getränke: Leitungswasser, Mineralwasser ohne Kohlensäure, Kräutertees (vor allem Brennnessel, Salbei, Pfefferminze), Fruchtsäfte (keine Zitrusfrüchte!), grüne Säfte (außer Tomatensaft!)
Andere: Kräuter (z. B. Rosmarin, Thymian, Majoran), Zucker, Honig, pflanzliche Sirupe (z. B. Ahornsirup, Reissirup), Erythritol, Stevia
Wichtiger Hinweis: Histamin ist hitzestabil – das bedeutet, es wird nicht durch Braten oder Kochen zerstört. Tomatensoße oder Erbseneintopf enthalten daher nicht weniger Histamin als das jeweilige Ausgangsprodukt.
Achte nicht nur auf die Lebensmittel, die du isst, sondern auch darauf, wie du sie lagerst und zubereitest. Frische Lebensmittel enthalten weniger Histamin als nicht-frische. Achte beim Einkaufen auf Produkte mit kürzerem Haltbarkeitsdatum und verzehre sie schnell.
Mögliche Lösungen bei Histaminproblemen
Wenn es um die Symptome einer Histaminempfindlichkeit geht, ist es hilfreich, zwischen kurzfristigen und langfristigen Lösungen zu unterscheiden.
Kurzfristig:
Reduktion oder vorübergehender Verzicht auf histaminreiche oder histaminfreisetzende Lebensmittel.
Langfristig:
Regeneration des Verdauungssystems
Stabilisierung der Darmbarriere
Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten
Unterstützung des Immunsystems
Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit
Histaminreiche Lebensmittel sind nicht grundsätzlich „schlecht“. Viele sind nährstoffreich und physiologisch wertvoll. Ziel ist nicht dauerhafter Verzicht, sondern Wiederherstellung der Balance.
Energetische Unterstützung
Wenn Beschwerden bestehen, ist eine medizinische Abklärung grundsätzlich empfehlenswert. Ergänzend – oder je nach persönlicher Ausrichtung auch alternativ – kann eine energetische Analyse zusätzliche Hinweise liefern, insbesondere dann, wenn Symptome bereits wahrnehmbar sind, obwohl laborchemische Werte noch im Normbereich liegen.
Die Vitalfeld-Technologie betrachtet den Organismus systemisch – insbesondere Darm, Leber, Immunsystem und vegetatives Nervensystem. Ziel ist es, die körpereigene Regulation zu stabilisieren und die natürlichen Regenerationsprozesse zu unterstützen.
Fazit
Histamin ist nicht der „Feind“ – entscheidend ist die individuelle Belastungsgrenze und der Abbau. Wer Ursachen wie Darm, Schleimhaut, Mikronährstoffe und Stress mitberücksichtigt, kann die Toleranz häufig wieder verbessern.
Häufige Fragen zu Histamin
Was ist der Unterschied zwischen Histaminintoleranz und Histaminempfindlichkeit?
Bei einer Histaminintoleranz ist meist der Abbau von Histamin gestört, häufig durch eine verminderte Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO). Eine Histaminempfindlichkeit bedeutet dagegen, dass der Körper sensibler auf Histamin reagiert, auch wenn der Abbau grundsätzlich funktioniert. Die Symptome können ähnlich sein, die Ursache ist jedoch unterschiedlich.
Warum Histamin Juckreiz oder Bauchschmerzen verursachen?
Ja. Histamin kann sowohl Juckreiz als auch Bauchschmerzen verursachen.
Im Darm wirkt Histamin auf die glatte Muskulatur und kann Krämpfe, Blähungen oder Durchfall auslösen. In der Haut fördert es Entzündungsprozesse und steigert die Durchblutung – dadurch können Rötung und Juckreiz entstehen.
Weitere Symptome sind möglich, da Histamin im gesamten Körper als Botenstoff wirkt.
Wird Histamin durch Kochen zerstört?
Nein. Histamin ist hitzestabil. Kochen, Braten oder Backen reduzieren den Histamingehalt nicht. Entscheidend ist vor allem die Frische eines Lebensmittels und die Dauer der Lagerung.
Kann Histamin mit Neurodermitis oder chronischen Hautproblemen zusammenhängen?
Ja. Histamin fördert Entzündungsprozesse und kann Juckreiz sowie Hautrötungen verstärken. Bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis lohnt sich eine Betrachtung der individuellen Histaminbelastung.
Sollte man bei Histaminintoleranz dauerhaft histaminreiche Lebensmittel meiden?
Nicht zwangsläufig. Kurzfristige Reduktion kann Entlastung bringen. Langfristig sollte jedoch die Ursache des Ungleichgewichts betrachtet werden, um die individuelle Toleranz wieder zu verbessern. Ziel ist Regulation, nicht dauerhafter Verzicht.
Welche Rolle spielt der Darm bei Histaminproblemen?
Das Enzym Diaminoxidase (DAO), das Histamin abbaut, wird überwiegend im Dünndarm gebildet. Ist die Darmschleimhaut gereizt oder entzündet, kann der Histaminabbau eingeschränkt sein. Eine stabile Darmbarriere ist daher ein zentraler Faktor bei Histaminintoleranz.
Dieser Blogartikel ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und eignet sich nicht zur Selbstbehandlung.




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