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Alkoholkonsum bei Histaminintoleranz: Eine sachliche Orientierung

  • Autorenbild: Timea
    Timea
  • 26. Dez. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Histaminintoleranz ist keine Modeerscheinung, sondern für Betroffene eine reale Belastung im Alltag. Sie entsteht, wenn der Körper Histamin nicht ausreichend abbauen kann – meist aufgrund einer verminderten Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO), das vor allem im Dünndarm gebildet wird.



Was erwartet dich in diesem Artikel?



Bier-Party
Illustration | Foto: Canva

Histamin selbst ist kein „schädlicher Stoff“. Es ist ein wichtiger Botenstoff, der an Immunreaktionen, Entzündungsprozessen, der Magensäureproduktion und der Gefäßregulation beteiligt ist. Problematisch wird es erst, wenn zu viel Histamin im Körper zirkuliert oder der Abbau nicht ausreichend funktioniert.


Typische Symptome können sein:

  • Kopfschmerzen oder Migräne

  • Verdauungsbeschwerden

  • Hautreaktionen wie Rötung oder Juckreiz

  • Atemwegsbeschwerden

  • Herzklopfen oder Kreislaufreaktionen



Warum Alkohol bei Histaminintoleranz problematisch sein kann


Zum einen entsteht Histamin während des Gärungsprozesses vieler alkoholischer Getränke. Je intensiver Fermentation oder Reifung, desto höher kann der Gehalt an biogenen Aminen sein.


Zum anderen hemmt Alkohol selbst die Aktivität der Diaminoxidase. Das bedeutet: Selbst wenn ein Getränk nur geringe Mengen Histamin enthält, kann der Abbau im Körper gleichzeitig verlangsamt sein.


Diese Kombination erklärt, warum viele Betroffene besonders sensibel auf Alkohol reagieren.


Orangen-Sekt Cocktail
Illustration | Foto: Canva

Alkoholika, die häufig Beschwerden verstärken


Erfahrungsgemäß reagieren viele Menschen mit Histaminintoleranz stärker auf:

  • Rotwein

  • Champagner und Sekt

  • Bier (vor allem stark fermentierte oder hefetrübe Sorten)

  • Liköre mit Zusatzstoffen

  • gereifte Spirituosen


Hier kommen Fermentationsprozesse, Histamingehalt und DAO-Hemmung zusammen.

Weißwein enthält meist weniger Histamin als Rotwein, kann jedoch ebenfalls Symptome auslösen – individuell unterschiedlich.



Vergleichsweise besser verträgliche Optionen


Ein vollständiger Verzicht ist für manche sinnvoll, für andere nicht realistisch. Wer sich bewusst entscheidet, gelegentlich Alkohol zu konsumieren, kann folgende Getränke als tendenziell weniger belastend betrachten:

  • Wodka

  • Gin

  • klarer Rum (nicht gereift)

  • Tequila (blanco)

  • Kornbrand

  • teilweise trockener Weißwein in kleinen Mengen


Klare, nicht gereifte Destillate enthalten in der Regel weniger Histamin, da der Destillationsprozess einen Großteil der biogenen Amine reduziert.


Dennoch gilt: Auch geringe Mengen Alkohol können den Histaminabbau beeinflussen. Die individuelle Reaktion bleibt entscheidend.


Gin Cocktail
Illustration | Foto: Canva

Weitere Histamintrigger berücksichtigen


Bei Histaminintoleranz spielt nicht nur Alkohol eine Rolle. Auch andere Lebensmittel können die Gesamtbelastung erhöhen, zum Beispiel:

  • gereifter Käse

  • fermentierte Produkte

  • bestimmte Fischsorten

  • stark verarbeitete Lebensmittel


Oft entsteht die Reaktion nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern durch die Summe mehrerer Faktoren. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, persönliche Muster besser zu erkennen. (Wenn dir dieses Thema tiefer interessiert, lies >>HIER<< weiter)



Möglichkeiten zur Symptomkontrolle 


Neben der Auswahl geeigneter Getränke können folgende Maßnahmen unterstützend wirken:

  • bewusste Reduktion histaminreicher Lebensmittel

  • Beobachtung individueller Auslöser

  • Stabilisierung der Darmgesundheit

  • gezielte Mikronährstoffversorgung

  • bei Bedarf ärztliche Abklärung

  • DAO-Präparate werden von manchen Betroffenen genutzt. Ob sie sinnvoll sind, sollte individuell geprüft werden.


Histaminreiche Lebensmitteln
Illustration | Foto: Canva

Fazit 


Alkohol kann bei Histaminintoleranz Beschwerden verstärken – nicht nur wegen seines Histamingehalts, sondern auch durch seine hemmende Wirkung auf den Histaminabbau.

Wer seine Reaktionen kennt und die Gesamtbelastung berücksichtigt, kann bewusster entscheiden. Gleichzeitig lohnt es sich, die zugrunde liegenden Regulationsprozesse im Körper langfristig zu stabilisieren.


Energetische Analyseverfahren wie die Vitalfeld-Technologie können dabei helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und individuelle Belastungsfaktoren sichtbar zu machen.


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Fragen und Antworten rund um Alkohol bei Histaminintoleranz


Welcher Alkohol ist bei Histaminintoleranz am besten verträglich?

Klare, nicht gereifte Destillate wie Wodka, Gin oder Tequila blanco gelten als vergleichsweise histaminarm. Durch den Destillationsprozess enthalten sie meist weniger biogene Amine als fermentierte Getränke wie Rotwein oder Bier. Dennoch kann auch hier Alkohol den Histaminabbau hemmen.

Warum verursacht Rotwein häufiger Beschwerden?

Rotwein enthält durch Fermentation und Reifung oft höhere Mengen an Histamin und anderen biogenen Aminen. Zusätzlich hemmt Alkohol das Enzym DAO, das für den Histaminabbau zuständig ist. Diese Kombination kann Kopfschmerzen, Hautrötung oder Verdauungsbeschwerden begünstigen.

Ist Weißwein bei Histaminintoleranz besser verträglich als Rotwein?

Weißwein enthält in der Regel weniger Histamin als Rotwein und wird von manchen Betroffenen besser vertragen. Die individuelle Reaktion ist jedoch unterschiedlich und hängt von der Gesamtbelastung des Körpers ab.

Warum reagiert man manchmal nur an bestimmten Tagen?

Die Verträglichkeit hängt nicht allein vom Getränk ab. Darmgesundheit, Stress, Schlaf, hormonelle Faktoren und gleichzeitiger Verzehr histaminreicher Lebensmittel beeinflussen die individuelle Belastungsschwelle.


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